Die Leonhardskirche in Tamsweg

Ein Artikel von Sebastian Hirzer | 03.10.2018 - 08:09
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Die Leonhardskirche von Osten bei Sonnenuntergang © Sebastian Hirzer

Die Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg zählte im Spätmittelalter zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten auf dem heutigen österreichischem Staatsgebiet, lediglich Mariazell und St. Wolfgang konnten ihr damals das (Weih-)wasser reichen.
Grund für die Erbauung der Kirche auf dem Schwarzenberg ist das dreimal aus der Pfarrkirche verschwundene Leonhardbild, welches jedes Mal auf dem Schwarzenberg gefunden wurde. Grund genug für den damaligen Bürgermeister, die heutige Leonhardskirche erbauen zu lassen.

Das „Goldfenster“

Doch nicht nur die Lage am Schwarzenberg ist eine Besonderheit, die Kirche ist zudem im stolzen Besitz eines „Goldfensters“, dessen Scheiben nur aus goldgelben und blauen Gläsern bestehen. Das Fenster mit der Apostelmühle soll symbolisch die Vermittlung des Wort Gottes darstellen.
Auch interessant dürfte für Besucher ein Ausstattungsgegenstand in der südlichen Kapelle sein: Ein dreisitziger Chorstuhl mit reich geschnitzten Wangen ist dort zu finden. Er zählt zu den frühesten intarsierten Arbeiten nördlich der Alpen.