Die Perle der Dolomitenseen

Ein Artikel von Sebastian Hirzer | 14.05.2018 - 11:10

Beeindruckender könnte sich die Natur fast nicht präsentieren: Erinnert der smaragdgrüne Pragser Wildsee auf den ersten Blick an kanadische Seen, liegt er doch nicht allzu weit entfernt im Norden des Naturparks Fanes-Senes-Prags im italiensichen Teil des Hochpustertals und vereint die schönsten Gesichtszüge unserer Natur mit sagenhaften Geschichten.

Wie es viele solcher Kulissen gemein haben, steht auch die Entstehung dieses Sees in Verbindung mit einer Sage: So wollten einst Wilde in den Bergen Edelsteine und Gold schürfen, was die ansässigen Hirten aus Neid dazu veranlasste, einen Beutezug zu vollziehen. Dies gelang jedoch nicht, denn die Wilden öffneten die unterirdischen Quellen und ihre Schätze verschwanden im draus entstehenden See –  dem Pragser Wildsee. Der 2.810 m in die Höhe ragende Seekofel soll zudem das Tor zum unterirdischen Reich der Fanes sein. Dieses Reich zu betreten ist ein bisher ungelungenes Wagnis, welches mit Hilfe der Boote in Angriff genommen werden soll.

Beliebt ist dieser malerische Schauplatz v. a. bei Bergsteigern, da er den Ausgangspunkt zahlreicher Bergtouren darstellt. Aber auch Gemütlichere kommen bei einer Fahrt mit dem Ruderboot oder einem Spaziergang in nächster Nähe um den See auf ihren Genuss.