Skifahren bei den Nachbarn

Ein Artikel von Sebastian Hirzer | 19.11.2018 - 16:43

Das „Skiareal Ještěd“ wird zur Zeit ordentlich aufgewertet. Noch vor dem Saisonstart soll ein neues Multifunktionsgebäude an der Talstation des Lifts „Skalka“ fertiggestellt sein. Es soll als zentrales Dienstleistungszentrum dienen, mit Besucherinformation, Verleih von Wintersportausrüstung, Skischule sowie sanitären Anlagen. Darüber hinaus werden die Fläche für die Skischule am Skalka-Lift vergrößert und die Betriebszeiten für die Pisten verlängert. In den kommenden Jahren sollen bestehende Abfahrtstrassen verbreitert sowie eine weitere blaue Familienpiste angelegt werden. Derzeit stehen Wintersportlern unterhalb des spektakulären Fernsehturms am Jeschken drei Seilbahnen sowie fünf Schlepplifte zur Verfügung. Knapp acht der zehn Pistenkilometer werden mit Kunstschnee versorgt.

Das im tschechischen Erzgebirge gelegene Skiresort Klinovec (Keilberg) bietet künftig mit dem benachbarten Areal Boží Dar – Neklid (Gottesgab – Unruh) einen gemeinsamen Skipass an. Er gilt für fünf Skilifts mit 30 km langen Pisten. Neu eingerichtete Verbindungs-pisten ermöglichen einen Transfer zwischen den einzelnen Lifts ohne Bus. Bereits seit mehreren Jahren kooperiert das Skigebiet am Klinovec mit dem benachbarten sächsischen Wintersportresort am Fichtelberg. Mit dem gemeinsamen Skipass der „Interskiregion“ stehen Wintersportlern beiderseits der Grenze 47 km Abfahrtpisten zur Verfügung. Ein Bus verbindet die Standorte.

Zum Saisonstart wartet das Skiresort Dolní Morava (Niedermohrau) mit einer spektakulären Neueröffnung auf. An der Gipfelstation des Skalka-Lifts entstand ein Restaurant mit komplett transparentem Dach. Es ermöglicht einen Panoramablick auf den Králický Sněžník (Glatzer Schneeberg) sowie auf den Wolkenpfad, eine spektakuläre Aussichtsplattform. Neu entstanden ist zudem eine 1.050 m lange blaue Piste, die vor allem für Anfänger und Familien mit Kindern geeignet ist. Insgesamt stehen in dem Familienresort rund zehn Kilometer lange Pisten sowie eine Snowtubing-Anlage und eine Ganzjahres-Rodelbahn zur Verfügung.

Die Skiaréna Jizerky (Isergebirge) hat im Resort am Tanvaldský Špičák (Tannwalder Spitzberg) in einen neuen Dreierlift investiert. Die Anlage ersetzt den bisherigen Ankerlift. Im Rahmen der Erneuerung wurden die Sitze mit einer transparenten Wetterschutzhaube ausgerüstet, um den Komfort für die Nutzer zu erhöhen. In den kommenden Jahren sollen Abfahrttrassen verbreitert, die Kunstschneeanlagen ausgebaut und ein neues Multifunktionsgebäude erbaut werden. Insgesamt bietet die Skiarena in ihren drei Resorts Tanvaldský Špičák, Severák und Bedřichov(Friedrichswald) 25 Lifte mit rund 18 km Abfahrtpisten.

In vielen der bekannteren Skizentren Tschechiens beginnt die Wintersaison im Dezember. Im kleinen Familienresort Monínec südlich von Prag drehen sich die Lifte schon ab dem 19. November. Möglich wird das dank moderner Beschneiungsanlagen, die auch bei höheren Temperaturen funktionieren.

REISEN-Tipp

Ausgiebig genießen lässt sich die Vielfalt der Skigebiete im Nachbarland Tschechien mit dem Czech Skipass. Er gilt in insgesamt 23 bekannten Skizentren. Wintersportler können dort Pisten mit einer Gesamtlänge von fast 200 km nutzen. Dafür stehen ihnen insgesamt 175 Seilbahnen und Lifte zur Verfügung. Für die gesamte Saison kostet der Czech Skipass umgerechnet etwa 440,– Euro.