Touren führen zum Beispiel durch Weinanbau- und Küstengebiete oder in Naturparks, die bereits bekannte Maler und Dichter inspirierten.
Das Gebiet der Eifel und Mosel im Bundesland Rheinland-Pfalz lädt ein, abwechslungsreiche Flusslandschaften, Burgen und Schlösser sowie die Städte Trier, Mainz und Koblenz kennenzulernen. Dabei durchqueren Wanderer unzählige Weinanbaugebiete und können die Weinernte miterleben. Diverse Rund- und Kurzwanderwege eignen sich bestens für Tagesausflüge. Die Wanderung „Von der Wittlicher Senke durch den Wehlener Wald hinab ins Moseltal“ dauert zwischen 4 und 5 Stunden und führt direkt durch die „Zeltinger Sonnenuhr“, Deutschlands bester Weinlage. (www.germany.travel/de/staedte-kultur/gemuetlichkeit/weinland/weinanbauregionen/mosel.html)
Der im Oktober 2010 eingeweihte und 226 km lange Remstal-Höhenweg östlich von Stuttgart im Bundesland Baden-Württemberg bietet Wandergenuss auf Halbhöhenlage entlang der Rems durch weitläufige Weinbaugebiete, Streuobstwiesen, historische Städte und urige Dörfer. Im Herbst, wenn die Rebstöcke voller Trauben hängen und das Laub der Reben nach der Weinlese im Oktober in allen Farben schillert, zeigt sich die Landschaft des Remstals von ihrer schönsten Seite (www.remstal-route.de).
Das Elbsandsteingebirge in der Sächsischen Schweiz gehört gewiss zu den eindrücklichsten Naturgebirgen in Europa was die Vielfalt an Felsen, Tafelbergen, Schluchten und Tälern betrifft. Darunter ist der Malerweg, der für seine historische Bedeutung bei Malern, Dichtern und Musikern bekannt. Seit 2012 vermitteln Schautafeln mit Landschaftskunst ein Gefühl für die kunsthistorische Bedeutung der Region. (www.saechsische-schweiz.de/malerweg/wanderweg/) In der Nähe findet man auch den Nationalpark, der einzige Felsennationalpark Deutschlands. Dieser bietet verschiedene Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die andernorts schon längst ausgestorben sind. (http://www.germany.travel/de/freizeit-erholung/natur-nationalparks/nationalpark-saechsische-schweiz.html)
Tief im Wald von Oberstaufen im Allgäu versteckt sich das älteste Erlebnisbad Deutschlands, wo vor Millionen von Jahren die Neandertaler lebten. Durch tobendes Wasser und Sandstein bildeten sich zwei Naturpools mit 20 m Durchmesser, sogenannte „Gumpe“ in Allgäuer Mundart. Dorthin führt der anspruchsvolle Wanderweg „Wildes Wasser“ mit einer Länge von 11,7 km. Wer die Herausforderung in Angriff nimmt, wird mit der Schönheit der Buchenegger Wasserfälle, darunter dem Osterdorfer Wasserfall mit 40 m Höhe, belohnt. (www.geopark-allgaeu.de)
Auch bei der Wanderung durch das Wattenmeer bleibt man vom Wasser nicht verschont. Die Besonderheit der Wanderung sind die sogenannten „Koogs“, durch Deichbau und Entwässerung neugewonnenes Land, und die „Prielen“, bestehend aus mehreren getrennten Meeresteilen. Letztere überquert man mit geliehener Ausrüstung, dabei kann das Wasser schon einmal bis zum Bauchnabel reichen (www.wattwandern.de).
Wer in der Nähe des Wassers bleiben möchte und eher flache Gebiete bevorzugt, der ist bei der Nord-Ostsee-Wanderung auf dem richtigen Weg. Die Verbindung führt von Meldorf durch den Naturpark von Westenburg, durch die Festungsstadt Rendsburg nach Kiel. In Rendsburg steht eine der imposantesten Bauwerke Europas, die 42 m hohe und 2.486 m lange Eisenbahnbrücke, bei welcher eine 1913 errichtete Schwebefähre über den Nord-Ostseekanal führt. (www.wanderkompass.de/Schleswig-Holstein/nord-ostsee-wanderweg.html)