Die Magie der Sommersonnenwende

Ein Artikel von Verena Preining | 16.06.2026 - 16:00
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Ein gemeinsamer Sprung über das Feuer soll das Band zwischen zwei Menschen stärken © Evgeniya Stanevich/Shutterstock

Bevor Kalender und Uhren den Alltag der Menschen bestimmten, richtete man sich nach dem Lauf der Sonne. Der Höhepunkt des Sonnenjahres stand für Licht, Wachstum und Fruchtbarkeit. Mit großen Feuern wurde die Kraft der Sonne gefeiert und um Schutz und eine gute Ernte gebeten.

Der bekannteste Brauch ist das Sonnwendfeuer. Sobald die Dunkelheit hereinbricht, werden große Holzstöße entzündet. Früher glaubte man, dass die Flammen böse Geister vertreiben, Krankheiten fernhalten und die Felder segnen. Der Sprung über das Feuer sollte Glück bringen und vor Unheil schützen. Das Band zweier Menschen soll gestärkt werden, wenn man zusammen über die Flammen springt.

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Vielerorts werden in den Bergen Feuer entzündet, die man weit aus der Ferne sehen kann ©  mindscapephotos/Shutterstock

Eindrucksvoll zeigt sich die Tradition in den Alpen. In Tirol verwandeln zahlreiche Bergfeuer die Landschaft in ein Meer aus Licht. Auf Berghängen entstehen kunstvolle Motive aus unzähligen Flammen, von traditionellen Symbolen, wie Kreuzen bis zu aufwendigen Bildern. Auch in der Wachau wird die Sonnenwende groß gefeiert: Feuer entlang der Donau, beleuchtete Weinberge und die Spiegelungen im Wasser machen den längsten Tag des Jahres zu einem besonderen Erlebnis.