Yellowstone Österreichs

Ein Artikel von REISEN-Magazin | 13.02.2020 - 14:54

Alte, ursprüngliche Buchenwälder

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Der Blick auf das Panorama der Waldgebirge des Nationalparks Kalkalpen lässt Wandererherzen höher schlagen © Max Mauthner

Die Buche eroberte nach dem Ende der letzten Eiszeit nahezu ganz Europa, sie war der typische Baum des Kontinents. Ursprüngliche Buchenwälder gibt es heute nur noch wenige. Deshalb zeichnete die UNESCO 41 alte Buchenwälder in ganz Europa, insgesamt 91.000 Hektar, als Weltnaturerbe aus – darunter knapp 5.250 Hektar des Nationalparks Kalkalpen in Oberösterreich. Sie stehen damit auf einer Stufe mit legendären Naturschutzgebieten wie dem Yellowstone Nationalpark.

Wilder Wald der Superlative

Diese Bäume haben sich ihren Lebensraum hart erkämpft, sie wachsen über Felsen, recken sich mit absurd krummen Stämmen der Sonne entgegen. Dank des Nationalpark-Status sind diese Wälder vollkommen dem Werk der Natur überlassen. Sterbende und tote Bäume verbleiben im Wald, verrotten langsam und dienen wiederum als Lebensraum für selten gewordene Tiere und Pflanzen. Und: Sie sind Wälder der Superlative. Drei Viertel der Wälder sind älter als 140 Jahre. Die älteste Buche im Nationalpark Kalkalpen ist 525 Jahre alt und der dickste mehrstämmige Baum hat in Brusthöhe einen Durchmesser von 2,13 Metern. Auf mehr als 41 Meter Höhe bringt es die höchste Buche. Und selbst in große Höhen dringen diese beeindruckenden Bäume vor – bis 1.450 Meter Seehöhe.

Buchenwälder erleben

Der Nationalpark Kalkalpen bietet rund um sein Weltnaturerbe vielseitige Wandererlebnisse. Geführte Touren mit erfahrenen Nationalpark Rangern führen in die Waldwildnis hinein. Der Wildnistrail Buchensteig z. B. ist mit seinen knapp zehn Kilometern Länge auf alten Holzfäller-Pfaden angelegt. Mehr Wanderungen durch ursprüngliche Wildnis finden Sie hier.

Info: www.kalkalpen.at