Festival im Regierungsviertel

Ein Artikel von Monika Stroj | 02.06.2026 - 08:31
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Das Festival findet bei freiem Eintritt im Regierungsviertel unweit des Traisenufers statt © Im St. Pöltner Festspielhaus und dem rundherum liegenden Kulturbezirk wird unter dem Motto „StadtLandFluss“ bei freiem Eintritt Musik, Performance und Austausch präsentiert.

Es ist ein Festival, das dazu einlädt, einfach zwischen urbanem Raum und naturbelassenen Flecken stehenzubleiben und sich umzuschauen. Musik, Performance, Clubkultur, Communities und Begegnung sind die Themen bei „StadtLandFluss“ in St. Pölten. Bereits zum vierten Mal geht es am 12. und 13. Juni bei freiem Eintritt über die Bühne. Erstmalig hat das Festival im Zuge der Bewerbung St. Pöltens als Kulturhauptstadt 2024 stattgefunden, mittlerweile wurde es zum fixen Bestandteil des regionalen Kulturkalenders.

Die Idee dahinter ist, Orte, die sonst im Alltag leicht übersehen werden, zu Spielstätten der Kunst werden zu lassen. Nicht nur die Bühne im Festspielhaus und der Klangturm werden daher genutzt, viele Darbietungen finden auch im Garten des Landesmuseum Niederösterreich, im Skatepark und in der Tiefgarage statt. Neben Performances werden auch Workshops und Spaziergänge, etwa zwischen dem Bibliothekshain und dem Traisenufer, angeboten.

Das junge Gesicht von St. Pölten

Nachdem die Stadt im Jahr 1986 zur niederösterreichischen Landeshauptstadt wurde, entstand zwischen 1992 und 1997 das neue Regierungsviertel östlich der Altstadt. Das moderne Verwaltungs- und Kulturareal – sozusagen das „junge Gesicht der Stadt“ liegt direkt an der Traisen. Die bekannten Blickfänger sind das Landtagsschiff, der Klangturm und der angrenzende Kulturbezirk mit Festspielhaus und Niederösterreichischem Landesmuseum.

Die Traisen prägt St. Pölten stark: Sie verläuft direkt durch das Zentrum und dient als Naherholungsraum mit Radwegen, Laufstrecken und Aulandschaften. Rund um das Regierungsviertel wurde die Traisen ökologisch umgestaltet und mit Hochwasserschutzmaßnahmen, inklusive Seitenarmen und Fischwanderhilfen, versehen.

Größtes bildendes Kunstwerk Niederösterreichs

Das 1997 eröffnete Festspielhaus ist ein Projekt des Architekten Klaus Kada. Der markante, zeitgenössische Theaterbau ist die ständige Residenz des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich. Im Großen Saal, der über 1.000 Sitzplätze fasst, befindet sich Niederösterreichs größtes bildendes Kunstwerk: Ein 20 m breiter, 10,5 m hoher und 14,5 t schwerer „Eiserner Vorhang“ trennt Bühnen- und Zuschauerraum voneinander. Diese von Eva Schlegel gestaltete, riesige bewegliche Wand präsentiert laut der Künstlerin einen „maximal offenen weiten Raum“.

Info: Programm „StadtLandFluss“