Woher kommt das Wasser?

Ein Artikel von Verena Preining | 01.04.2026 - 10:00
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Solange das Wasser über die Steine fließt kann man sich nicht vorstellen, dass es nur für eine kurze Zeit bleibt © shutterstock/ManuelCapellari

Im April und Mai sprudelt das Wasser scheinbar aus dem Nichts zwischen Steinen und Totholz aus dem Waldboden hervor und formt temporäre Bäche, die sich in jedem Moment verändern können.

Dieses Naturphänomen ist nicht nur beeindruckend, sondern fast magisch: Das Wasser ist gespeist von den unterirdischen Seen des Dachsteinmassivs. Es ergießt sich über die moosbedeckten Steine, schwillt zu reißenden Wildbächen an und zieht sich plötzlich wieder zurück. Jeder Besuch ist ein kleines Abenteuer – man weiß nie, wo und wann die nächste Quelle heraus sprudeln wird.

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Abseits von einem Flussbett bahnt sich das Wasser seinen Weg über den Waldboden © Archiv/GeraldStiptschitsch

Die Wanderung zu den Strumern führt durch das geschützte Hochmoor am Ödensee, Waldpfaden entlang und über Stegen, vorbei an Trollblumen und Moorbirken. Unterwegs kann man die klare Frühlingsluft einatmen, dem Rauschen des Wassers lauschen und die unberührte Natur genießen.

Als entspannter Spaziergang bieten die Strumern besondere Momente, schöne Fotomotive und das Erlebnis der Naturkräfte. Wer diesen Frühling das Besondere sucht, sollte sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen

Tipp: Starten Sie in Mühlreith oder vom Parkplatz beim Ödensee. Der Weg ist gut ausgeschildert. Bringen Sie etwas Geduld mit: die Strumern zeigen sich nur dann in voller Pracht, wenn das Schmelzwasser des Dachsteins seinen Höhepunkt erreicht hat.