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Ihr offiziell hundertjähriges Jubiläum feiert die Tiroler Fasnacht im Jahr 2026 – tatsächlich ist sie schon viel älter © kamienczanka/Shutterstock
Der Frühling besiegt den Winter – das lässt sich als universelle Aussage des Faschings darstellen. Die konkrete Umsetzung mündet in vielen regional verschiedenen Bräuchen. In Tirol feiert östlich von Innsbruck die Region Hall-Wattens 2026 den runden Geburtstag ihrer Fasnacht.
Freilich kennt man das Fasnachtsbrauchtum von Absam über Mils, und Thaur bis Wattens schon viel länger – das Jubiläum geht auf die erstmalige Werbung für den Matschgererumzug in ein einer Lokalzeitung im Jahr 1926 zurück. Dabei sind schillernde Figuren mit teils aufwendig aus Holz geschnitzten Masken, den sogenannten Larven, unterwegs: Zaggeler, Zottler, Tuxer, Schellenschlager, Hexen, ein Bär und sein Bärentreiber, – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Sie stellen den Kontrast des Gegensatzes Gut und Böse bzw. Hell und Dunkel sehr bildhaft und lebendig dar. Auch das lokale Dorfleben, und dazugehörige lustige oder peinliche Geschichten aus dem vergangenen Jahr, wird humorvoll bearbeitet und präsentiert.
Früher haben die Veranstaltungen und Rituale im privaten Rahmen stattgefunden, seit dem 20. Jh. ist man damit vermehrt an die Öffentlichkeit und auf die Straße gegangen. Umrahmt und begleitet werden die Veranstaltungen, die sich – im Gegensatz zum Faschingsbeginn am 11. November – ab dem Dreikönigstag abspielen und am Faschingsdienstag enden, von diversen Musikkapellen und -gruppen sowie lokalen Vereinen.
Diese finale Woche beinhaltet einige festliche Höhepunkte: der „unsinnige Donnerstag“ (12. Februar 2026) findet am Donnerstag vor dem Fasnachtswochenende statt, und startet etwa in Amras schon besonders früh. Große Umzüge finden in der Regel am Fasnachtssonntag (15. Februar 2026) sowie am Fasnachtsdienstag (17. Februar 2026) statt. An diesem wird dann schließlich auch der Bär wieder eingegraben und muss bis zum bunten Faschingstreiben im folgenden Jahr geduldig sein.
Info: Fasnacht in Tirol