Eine Stadt mit vielen Welten

Ein Artikel von Sebastian Hirzer | 27.11.2018 - 15:24

In einem Land, in dem die Kluft zwischen Arm und Reich immens ist und sich die Zukunfts- bzw. Berufswünsche der kinder vor wenigen Jahrzehnten lediglich in „Fußballprofi“ oder „Drogendealer“ unterteilten, stellt der berühmte Strand von Copacabana einen Ort der Gleichstellung dar. Am Sand der „Princesinha do Mar“ (die kleine Meeresprinzessin) sind die sonst so großen Unterschiede für kurze Zeit ein wenig enger geschnürt. Der namensgebende Stadtteil Copacabana ist einer der bekanntesten von Rio de Janeiro und beherbergt gemeinsam mit dem wohlhabenden Stadtteil „Leme“ den Strand. Jener Ort, an den alle Bewohner der Stadt kommen, egal ob aus den Favelas (Armenvierteln) oder aus den reicheren Wohngegenden. Es ist trotzdem bedenklich, dass unweit der Favelas, wo Menschen auf engstem Raum wohnen und die Friedenspolizei täglich die Straßen vor Drogengeschäften beschützt, zahlreiche Luxushotels dicht aneinander gereiht in die Höhe ragen.