Vom Papphaus zum Museums-Schloss

Ein Artikel von Sabrina Bühn | 22.01.2020 - 16:36
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Die Burg Vajdahunyad in Budapest ist ein architektonisches Kompott © kennymax/Shutterstock.com

Zum 1000. Geburtstag unseres Nachbarlandes Ungarn wurde 1896 dort eine Hommage an 21 verschiedene Bauwerke des ganzen Landes errichtet. Ein kurioser Komplex aus nachempfundenen Kirchen und Schlössern (sogar die Burg Graf Draculas diente als Vorlage) sollte temporär für diese Feierlichkeiten entstehen. Aus Kostengründen wurde alles aus Holzstehern und – Sie lesen richtig – Pappe erbaut! Das enorme Papierkunstwerk erfreute sich jedoch so großer Beliebtheit, dass schon bald Umbauarbeiten begonnen, die das Bauwerk in Stein verewigen sollten.

Heute befindet sich dort auf 5200m² Grundfläche das größte Landwirtschaftsmuseum Europas mit 8 permanenten und zahlreichen wechselnden Ausstellungen. Die Hauptattraktion ist jedoch das Gebäude selbst mit seinen imposanten Marmorstiegenhäusern und Deckengemälden. Einmal monatlich ist der Eintritt sogar frei! Wer also demnächst einen Städtetrip nach Budapest plant, kann sich schonmal den 18. Februar rot anstreichen für einen Besuch in diesem „Pappenheim“.

Burg Vajdahunyad

Wo: Városliget Vajdahunyadvár, 1146 Budapest
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag immer von 10 bis 17 Uhr
Freier Eintritt:
18. Februar 2020 (monatlich, aktuellster Termin immer hier)
Info: www.mezogazdasagimuzeum.hu