Die Weltmaschine des Walter Gsellmann

Ein Artikel von Marion Pertschy | 23.05.2019 - 10:09

Sie ist groß, sie ist bunt und sie ist laut – immerhin zwitschern alleine 64 Vogelpfeifen wenn die Weltmaschine in Fahrt kommt. Am 8. Oktober 1958 besuchte der Steirer auf seiner einzigen Reise die Weltausstellung in Brüssel. Von diesem Tag an war es sein Traum, eine Maschine zu konstruieren, bei der sein geliebtes Brüsseler Atomium im Zentrum steht.

Ganze 23 Jahre vergingen in denen der Edelsbacher Bauer an seinem "Perpetuum mobile" bastelte, hämmerte und schraubte. Noch eine Lampe, noch ein Rädchen, noch ein Spielzeug das im Kreislauf der Weltmaschine ihren Platz fand. Rund 200 bunte Glühbirnen, 64 Vogelpfeifen, 1 Raumkapsel, 1Obstschüssel, 1 Pokal aus Persien, 1 Windmühle aus Holland, 2 Gondeln, 1 Grazer Uhrturm, 25 Hula-Hoop-Reifen, Trockenhaube, Handstaubsauger, Klapotetz, Christbaumständer, Kruzifixe, Leiterwagen und Waschtrommeln werden heute von 25 Elektromotoren in Bewegung gehalten.

Bis zu seinem Tod 1981 war die Weltmaschine Gsellmanns Lebenswerk, Herzensprojekt und Ausdruck seiner unbändigen Fantasie. Darüber hinaus hat sie aber keinen wirklichen Zweck. "Für irgendetwas wird´s schon gut sein", meinte der Steirer. Vergangenes Jahr feierte das Kaager Ungetüm sein 60-jähriges Jubiläum und zieht heute wie damals auf jeden Fall zahlreiche Besucher an. Gsellmanns Enkel führt das Erbe seines Großvaters weiter. Dafür erhielt er 2018 das GOLDENE DANKE des Steirischen Vulkanlandes.  

Öffnungszeiten:

  • Ganzjährig & täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr, Dienstag Ruhetag

Eintrittspreise

  • Erwachsene  € 5,–
  • Kinder (6 bis 14 Jahre)  € 3,–
  • Familie (2 Erw. + 2 Kinder) € 9,–
  • Gruppen ab 10 Personen € 4,- pro Person
  • Steirischer Famileinepass Familie (2 Erw. + Kinder) € 8,–
  • Kinder bis 6 Jahre sind frei
  • Mitglied bei der GenussCard

    Info:
    www.steiermark.com