Der Pielachtaler Rundwanderweg

Ein Artikel von Sabrina Bühn | 26.02.2020 - 08:00

Dem Trend voraus

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© WEINFRANZ

Als der Wanderweg im Jahr 1977 von Anton Stöckl ins Leben gerufen wurde, gab es den Begriff „Weitwandern“ noch nicht einmal. Der wohltuende Effekt dieser Sportart, dürfte aber auch damals schon sehr beliebt gewesen sein. Im Falle des Pielachtaler Rundwanderweges, wurde die körperliche Ertüchtigung mit einer spirituellen/religiösen Reise kombiniert: Entlang des Weitwanderweges befanden sich zahlreiche „Marterl“, also kleine Andachtsstellen, die im damaligen Wander-Heftchen zum Weg liebevoll und detailliert beschrieben wurden.

Touren-Geheimtipp

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Die namensgebende Pielacht lädt am Rundwanderweg immer wieder zur Rast ein © WEINFRANZ

Der Weg startet seit 2015 offiziell am Bahnhof Laubenbachmühle. Da es jedoch ein Rundwanderweg ist, ist es egal, von wo aus man startet. Wir entscheiden uns für Ober-Grafendorf als Ausgangspunkt. Von hier aus wandert man rund vier Tage entlang einer eigentümlichen Kulturlandschaft. Ein Gewirr aus Gräben und Höhlen ist das Resultat der geologischen Schichtungen hier, die verschiedene Gesteinspakete zum Vorschein kommen lassen und die Pielach mehrfach ihre Richtung ändern lassen. Eine Wanderung für wahre Entdecker, denn dieser Weitwanderweg wurde bislang noch nicht vom „Weitwander-Boom“ erschlossen und ist hiermit ein echter Geheimtipp der Redaktion!

Höhepunkte ohne Anstrengung

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Umweltfreundlich und stressfrei: Die Anreise mit der Mariazellerbahn ist ein tolles Erlebnis © WEINFRANZ

Besonders angenehm tut sich der Pielachtaler Rundwanderweg hervor, weil die An- und Abreise bequem per Bahn möglich ist. Wer die Mariazellerbahn noch nicht kennt, bekommt hier einen richtig guten Anlass dafür, diese historische Bahn auch einmal auszuprobieren! Dies ist auch der Grund, warum wir uns als Start- und Endpunkt der Tour für Ober-Grafendorf entschieden haben, denn hier hält auch die Mariazellerbahn. Die Tour ist an sich nicht sehr anspruchsvoll, sodass geübte Weitwanderer die 115 km auch in drei Tagen schaffen können. Doch so viel Eile muss nicht sein, denn im Dirndltal locken viele Genüsse zur Belohnung für die müden Wanderer. Trotz gemütlicher Steigungen lohnen herrliche Ausblicke. Da das Gelände keine Absturzgefahr o. ä. beinhaltet, ist diese Wanderung auch besonders geeignet in Begleitung von Kindern oder Hunden.

Die Route zur Wanderung finden Sie auch auf outdooractive.com.

Stand: 2020

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