EU-Lizenz vs. Nicht-EU-Lizenz: Wo liegen die Unterschiede laut Casino Groups?

Ein Artikel von Tobias Nagel/MS | 15.01.2026 - 11:30
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EU-Lizenzen sind auf Angleichung ausgelegt und geben verbindliche Mindeststandards vor © Christophe Licoppe/Shutterstock

Hinter dieser nüchternen Verwaltungsentscheidung verbirgt sich eine Grundsatzfrage, die weit über Formulare und Gebühren hinausgeht. Seit Jahren beschäftigt sich Casino Groups intensiv mit dieser Schnittstelle und macht deutlich, dass EU-Lizenzen und Nicht-EU-Lizenzen zwei unterschiedliche Denkansätze darstellen.

Diese Arten von Glücksspiellizenzen existieren

EU-Lizenzen entstehen innerhalb eines klar umrissenen rechtlichen Rahmens, der auf Angleichung ausgelegt ist und verbindliche Mindeststandards vorgibt. Auch wenn einzelne Behörden eigene Schwerpunkte setzen, bewegen sich alle EU-Lizenzen innerhalb eines gemeinsamen Verständnisses von Verbraucherschutz, Transparenz und Marktaufsicht.

Nicht-EU-Lizenzen stammen aus unterschiedlichen Jurisdiktionen, deren Zielsetzungen pragmatischer formuliert sind. Casino Groups beschreibt diesen Gegensatz als Unterschied von Systemlogik und Standortlogik. Auf der einen Seite steht ein konsistentes Regelwerk, auf der anderen Seite eine Vielzahl einzelner Lösungen.

Bei der Regulierungsdichte zeigt sich, wie unterschiedlich die Modelle funktionieren. EU-Lizenzen verlangen Nachweise zur Geldwäscheprävention, zur Identitätsprüfung und zu internen Kontrollmechanismen. Es ist wissenswert, dass sich auch auf finanzieller Ebene Unterschiede zeigen. 

Die Lizenzen sollten nicht isoliert betrachtet werden, sondern im Zusammenspiel aus Regulierung, Marktstrategie und Zielregion. EU-Lizenzen stehen für strukturelle Sicherheit und planbare Entwicklung, Nicht-EU-Lizenzen für operative Beweglichkeit und Geschwindigkeit. Beide Modelle erfüllen unterschiedliche Funktionen und müssen entsprechend eingeordnet werden, eine pauschale Bewertung greift zu kurz.

Info: www.casino-groups.com