Der kürzeste Tag des Jahres markiert nicht nur das Ende der dunklen Zeit, sondern auch den Beginn einer besonders mystischen Phase. Mehr lesen ...
Bei einer akuten Bedrohung der Sicherheitslage kann es sein, dass auch die Flüge zu gewissen Destinationen eingestellt werden © Karolis Kavolelis/Shutterstock
Das System wurde stark vereinfacht, denn es bestand früher aus sechs Stufen. Seit 1. Oktober 2025 sind es insgesamt vier Kategorien, in die die Länder bzw. einzelne Kategorien eingeteilt werden. Es kann durchaus sein, dass in einem Land verschiedene Einstufungen gültig sind, weil es etwa unbedenkliche Regionen gibt, aber zugleich auch Gebiete, in die man nicht reisen sollte.
Sofort erkennbar macht das das neue Kennzeichnungssystem: Für jedes Land wird eine Karte erstellt, auf der die entsprechenden Regionen unterschiedlich markiert sind. Diese Karte kann man über die jeweiligen Reiseinformationen des Österreichischen Außenministeriums für alle Länder abrufen. Einerseits findet man auf dieser Website Informationen zur Sicherheitslage, andererseits kann man auch viele nützliche Daten zu Einreise, Währung, Netzqualität, Mobilität oder Kriminalität bekommen. Auch die Reiseregistrierung ist eine sinnvolles Service, mit dem man sich für einen Notfall gut vorbereiten kann.
Anstatt bisher partieller Reisewarnungen und erhöhter Sicherheitsrisiken wurde die Einteilung vereinfacht und ein Ampelsystem eingeführt, wie es auch andere europäische Länder bereits verwenden. Grüne Zonen (1) stehen für einen „Guten Sicherheitsstandard“, in gelben Bereichen (2) gibt es ein „Sicherheitsrisiko“ (wie z. B. Straßenraub oder Naturkatastrophen) und in Orange eingefärbten Regionen (3) spricht man von „Hohem Sicherheitsrisiko“ – etwa aufgrund von Terrorgefahr oder Naturkatastrophen. Wenn eine Reisewarnung ausgesprochen wird, erscheint die betroffene Region in Rot (4). Epidemien oder Kriege bzw. kriegsähnliche Zustände. In diesem Fall ist eine Hilfeleistung für in Not geratene Österreicher nur eingeschränkt möglich – und eventuell dafür entstandene Kosten könnten vom Staat zurückgefordert werden. Außerdem könnten Versicherungen aussteigen, wenn man in einer rot markierten Region zu Schaden kommt. Das Roaming-SMS, das man standardmäßig bekommt, informiert im Ausland jetzt auch über die jeweiligen Vertretungsbehörden und deren Erreichbarkeit.
Auch die medizinische Versorgung in einem Land sollte die Entscheidung über geplante Reisen mitbestimmen © stockwerk-fotodesign/Shutterstock
Wohin geht es ohne Sorgen?
Daraus ergeben sich rund um den Globus unweigerlich Destinationen, die mehr oder weniger attraktiv für eine Reise sind. Als besonders sichere Ziele gelten etwa Länder wie Australien, Bhutan, Japan, Kanada oder Neuseeland. Wer nach Uruguay, Kuba, Marokko, Namibien, Jordanien, Georgien, Malaysien, Taiwan oder in den Oman reist, geht ein sehr geringes Sicherheitsrisiko ein.
Nicht unbedingt empfohlen sind Urlaubsreisen – klarerweise – in Kriegsgebiete. Aktuell liegen die gefährlichsten Regionen in Afghanistan, dem Jemen, Myanmar, Somalia und in der Ukraine. In vielen Ländern handelt es sich um einzelne Landesteile, wo von einer Reise abgeraten wird, z. B. Ägypten, Äthiopien, Iran oder Papua-Neuguinea. Neben Gefahren wie Kriminalität oder Terror ist auch die medizinische Versorgung einer der relevanten Aspekte, die in Betracht gezogen werden sollten.
Info: Reisewarnungen