Ausflug nach Hornstein

Ein Artikel von Verena Preining | 15.05.2026 - 09:00
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Die Pfarrkirche zur hl. Anna mit der Pestsäule © Gerald Stiptschitsch

Ausgangspunkt ist das Rathaus, welches Ende der 1920er Jahre im Stil des „Roten Wien“ errichtet wurde. Es ist bis heute Sitz der Gemeindeverwaltung und bildet das Zentrum des Ortes. Bereits zu Beginn eröffnet sich ein Einblick in vergangene Zeiten: die alte Schule und der Pranger. Der Pranger erinnert an die damalige Rechtsprechung und Strafen im Ort. Das Gebäude von 1852 diente als Schulhaus und Gerichts-Kanzlei. Der Pranger, wurde 1981 freigelegt und auf einer Säule befestigt.

Der Weg führt vorbei am alten Forsthaus hin zur barocken Pfarrkirche, die der hl. Anna geweiht ist. Als Dank für das Ende der Pestepidemie von 1715 errichtet man vor der Kirche eine Pestsäule. Die Skulptur stellt eine Doppelpieta dar. Es sind zwei Pietà-Szenen, die miteinander verbunden sind. Die Pietà ist eine kunsthistorische Darstellung der trauernden Maria, die den Leichnam ihres vom Kreuz abgenommenen Sohnes Jesus auf dem Schoß hält. Diese Darstellungsform ist im Burgenland einzigartig. Unweit davon liegt die ehemalige Gutsverwaltung der Esterházy. Das Gebäude wurde 1647 als Gasthaus errichtet und später von Paul Anton Esterházy gekauft. 

Mit der Rundbastei - einem Rest der historischen Wehrmauer - beginnt der Übergang in ruhigere Abschnitte. Der Meierhof mit seiner markanten Kreuzscheune verdeutlicht die landwirtschaftliche Prägung des Ortes, während die im Grünen gelegene Theresienkapelle einen Ort zum ausratsen ist. Der anschließende Weg durch den Föhrenwald bringt Abwechslung in den Rundweg. 

Zurück im Ortsgebiet führen historische Gassen wie Neusatzstraße, Berggasse und Schulgasse durch den gewachsenen Siedlungskern. Ein Cholerakreuz soll an vergangene Seuchenzeiten erinnern. Die Lindenallee ist eine historische, seit 1971 unter Naturschutz stehende Allee aus dem 19. Jh., die aus rund 270 alten Winter- und Sommerlinden besteht. Aufgrund ihrer altersbedingten Baumhöhlen dient sie als wertvoller Lebensraum für geschützte Tierarten.

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Von der einstigen Burg ist heute nur mehr ein Turmrest erhalten © Gerald Stiptschitsch

Die Wallanlage mit dem Annakreuz, sowie die Burgruine Hornstein verweisen auf die einstige Befestigung und Bedeutung des Ortes. Von der ehemaligen Burg ist heute nur noch ein Turmrest erhalten, aber die historische Dimension bleibt erhalten. Unterhalb liegt der Ortsteil „Graben“, der älteste Siedlungskern Hornsteins.

Den Abschluss bildet der Abschnitt „Auf der Schanz“, wo einst eine Wehranlage stand. Heute sind lediglich Geländespuren erhalten. Mit dem Ecce-Homo-Kreuz ist der letze Punkt auf der Runde erreicht, bevor man wieder dort ankommt wo man gestartet ist.