Der stille Wächter der Reisenden

Ein Artikel von Verena Preining | 26.06.2026 - 09:10
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Das 12 m hohe Felsenbild wurde zum Schutz für Reisende auf den Stein gemalt ©  Christopher Moswitzer/Shutterstock

Das rund zwölf Meter hohe Felsbildnis gilt als besonderes Wahrzeichen der Region und ist ein Schutzsymbol für alle, die unterwegs sind. Der Christophorusfelsen bei Bad Eisenkappel erzählt eine Geschichte, die mit den Reisenden verbunden ist. Bereits im Jahr 1861 ließen Fuhrleute aus dem Vellachtal das überlebensgroße Bildnis auf den Felsen malen.  Damals waren Wege über Berge und Pässe oft beschwerlich und gefährlich. Das Bild am Straßenrand sollte den Menschen auf ihren Reisen Schutz und Zuversicht schenken. Für sie war der heilige Christophorus ein wichtiger Begleiter, denn er gilt seit Jahrhunderten als Schutzpatron der Reisenden, Fuhrleute und später auch der Autofahrer.

Das beeindruckende Felsbild zeigt den heiligen Christophorus mit dem Jesuskind auf seiner Schulter, das ist eine Darstellung, die auf eine bekannte Legende zurückgeht: Christophorus soll Menschen über einen gefährlichen Fluss getragen haben und erkannte eines Tages, dass er mit dem Kind Christus selbst auf seinen Schultern trug. Über die Jahrzehnte wurde das Bildnis mehrfach erneuert und bewahrt. Renovierungen fanden unter anderem 1935 und 1985 statt, sodass der Christophorus bis heute über das Tal wacht. 

Direkt beim Christophorusfelsen lädt ein kleiner Rastplatz mit Brunnen dazu ein, kurz innezuhalten. Zwischen Fels, Wasser und Landschaft findet man  dort ein Stück stiller Kulturgeschichte, die abseits großen Sehenswürdigkeiten verborgen liegt. Bis heute lebt auch die Tradition weiter: Jedes Jahr im August findet beim Christophorusfelsen ein Festgottesdienst mit Autoweihe statt, eine moderne Fortsetzung des alten Wunsches nach Schutz auf allen Wegen.