Der charakteristische Telekom-Turm am Gipfel des Titlis wird zum neuen, markanten Hochgebirgswahrzeichen: die verglaste, kreuzförmige Konstruktion mit 360-Grad-Aussicht lädt auf den Gletscher ein. Mehr lesen ...
Seit 2008 ist das Gebiet UNESCO Welterbe. Die Tektonikarena veranschaulicht, wie die Alpen einst entstanden sind © MaxMaximovPhotography/Shutterstock
Weltweit einzigartig sind die Einblicke in die Entstehungsgeschichte alpiner Berge und Täler, die man in der Tektonikarena Sardona bekommen kann. Besonders gut werden die Spuren der enormen Kräfte im Grenzgebiet der Kantone Graubünden, Glarus und St. Gallen sichtbar. Denn als die afrikanische und die europäische Platte vor vielen Mio. Jahren zusammenstießen, türmte sich der Gebirgszug auf. In weiterer Folge schoben und falteten sich die Gesteinsschichten übereinander. Diese Spuren tragen heute den Dekor einer besonders großen Artenvielfalt. Sie sind sehr lebendig und haben alle einen Namen, wie z. B. Martinsloch, Tschingelhörner, Segnesböden, Flimserstein, Cassonsgrat oder das Hochtal Bargis.
Gleich neben der Segneshütte kann man sich im Besucherpavillon kostenlos informieren und eine geologische Zeitreise antreten. Besonders Aktive kommen der Region auf dem 84 km langen Sardona-Welterbe-Weg (SchweizMobil-Route Nr. 73) in sechs Tagen ganz nahe.
Mit der Fertigstellung des letzten Teilstückes kann man seit Dezember 2025 bequem mit der „FlemX“ 10er-Gondel den Cassonsgrat erreichen © Philpp Ruggli/LAAX/ Weisse Arena Gruppe
„FlemX“ heißt die neue 10er-Gondelbahn, die im Dezember 2025 eröffnet wurde. Das „X“ steht für „Experience“ – die Gäste werden direkt in das unglaubliche Bergerlebnis Sardona gebracht. Vier Sektionen konnten schon in den Jahren davor eröffnet werden: Flims-Foppa, Foppa-Startgels, Startgels-Segnes und Segnes-Nagens Sura. Das letzte Teilstück führt von Segnes auf den Cassonsgrat („Ils Cugns“), oberhalb von Flims.
Dreieinhalb Jahre hat der Bau der Gondelbahn, die mit einer weltweit einzigartigen „Rope-Taxi-Technologie“ funktionert und 1.800 Personen pro Stunde befördert, gedauert. Heute läuft alles vollautomatisch und bedarfsabhängig, das Einsteigen erfolgt stressfrei in die stehende Kabine und die Anlage braucht um 50% weniger Energie als vergleichbare. Man gelangt mit „FlemX“ in nur 24 Minuten von Flims (1.100 m) zur Bergstation auf den Cassonsgrat in 2.500 m Höhe.
Info: FlemX-Bahnerschließung