Europas Weitwander-Geheimtipp

Ein Artikel von Monika Stroj | 03.07.2026 - 11:07
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Die Festung von Drobeta Turnu Severin liegt am Endpunkt der 1.400 km langen Route © trabantos/Shutterstock

Die bunte Vielfalt von Rumäniens Natur – vom Donauufer bis zu den Karpaten – zeigt sich entlang dieser besonderen Route. Gepaart mit der rumänischen Gastfreundschaft und kulinarischen Schmankerln lassen sich besondere historische und kulturelle Schätze entdecken. Der Weitwanderweg ist ein Geheimtipp – fernab des Trubels, wie etwa am Jakobsweg, und mit der Chance auf echte Begegnungen mit Mensch und Natur. Neben der Schönheit der Landschaft laden v. a. Ruhe und Einsamkeit.

Unterschätztes Ziel

Osteuropa wird als touristisches Ziel häufig unterschätzt. Zu Unrecht – wie man am Beispiel Rumänien sehen kann. Von einer NGO wurde der Weitwanderweg „Via Transilvanica“ ins Leben gerufen. Er quert das Land vom Kloster Putna im Norden, nahe der ukrainischen Grenze, bis nach Drobeta Turnu Severin, einer Hafenstadt an der Donau bzw. der Grenze zu Serbien.

Insgesamt sind es 1.400 km, die man auf 70 gemütlichen Tagesetappen in zwei bis drei Monaten – bzw. entsprechend kürzeren Teilabschnitten – bewältigen könnte. Übernachtet wird aufgrund der Infrastruktur häufig bei Einheimischen, die gastfreundlich ihre Türen öffnen und gleich auch Einblick in die spannende rumänische Kulinarik geben. Neben der Weite der Landschaft lernt man auch Land und Leute kennen.

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Einsamkeit, Bäume und viel „Gegend“ – darauf trifft man entlang dem mit dem orangefarbenen „T“ markierten Weitwanderweg © Sebastian_Photography/Shutterstock

Durch das Projekt soll die Gemeinschaft gestärkt, die Umwelt geschützt und die lokale Wirtschaft gefördert werden – Landflucht ist ein großes Problem in der Region, viele Dörfer wirken verlassen. Der Weg ist durchgängig mit einem orangefarbenen „T“ markiert. Diese Kilometermarken aus Andesit-Gestein wurden von Künstlern gestaltet und ergeben eine bunte Outdoor-Galerie entlang der Via Transilvanica. Mit Hilfe einer App kann man sich orientieren und organisieren. Über 500 lokale Partner stellen Unterkünfte entlang der Strecke zur Verfügung – das kann auch einmal ein Heustadel sein. Ein Stempelheft dient nicht nur dazu, die zurückgelegte Route zu dokumentieren – Wanderer sollen durch dieses Medium auch mit Leuten ins Gespräch kommen.

Highlights entlang der Via Transilvanica

Sucevita und Moldovita: Die beiden innen und außen mit detaillierten Fresken bemalten Klöster gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

• Schloss Bran: Die kultige Burg gilt weltweit als Inspiration für die Legenden und Mythen rund um Dracula.

Vatra Dornei: Der Kurort ist bekannt für seine Mineralquellen.

• Besondere Museen: In Moldawitza wartet das Eiermuseum sowie in Reschitz das Lokomotivmuseum auf Besucher. In Drobeta Turnu Severin befindet sich ein Museum über das „Eiserne Tor“, das enge Donau-Durchbruchstal.

Cluj: Die 2.000 Jahre alte Stadt gilt als inoffizielle Hauptstadt Transsilvaniens.

Bukowina: Eine der waldreichsten Regionen Europas liegt im Osten der Karpaten, sie ist auch als „Schweiz des Ostens“ bekannt.

• Siebenbürgen: Wunderschöne Wehrkirchen und historische Dörfer schmiegen sich an eine sanfte Hügellandschaft.

Info: Via Transilvanica