Mehr Sonne, mehr UV-Risiko

Ein Artikel von Vetmeduni/Monika Stroj | 23.08.2026 - 10:40
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Weniger Wolken sorgen für mehr Sonnenschein – und hautwirksame UV-Strahlung © Tomas Marek/Shutterstock

Der Trend, der sich abzeichnet, wird sich langfristig auf unser Verhalten bezüglich Sonnenschutz im Alltag sowie unsere Gesundheit auswirken. Für die Studie wurde die hautwirksame UV-Strahlung von 2013 bis 2022 gemessen – an 26 von 40 Messstationen zeigte sich deutlich, dass diese zugenommen hat. Besonders in Mitteleuropa steigen die Werte stark – in manchen Monaten sehr stark, etwa im Jänner, Februar und Juni.

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Wer in den Bergen unterwegs ist, muss mit einer höheren UV-Belastung rechnen und braucht mehr Sonnenschutz © Alexander Jung/Shutterstock

Weniger Wolken entsprechen mehr Sonnenschein

Als großen Verursacher nennt die Studie die Bewölkung. Sie nimmt nämlich ab – und dadurch steigt mit zunehmender Sonnenscheindauer die am Boden gemessene UV-Strahlung. Relativ gesehen sind die Zuwächse zwar im Winterhalbjahr am höchsten, relevant ist dennoch der Sommer, wenn es um die UV-Strahlen geht: Denn durch die höhere Anzahl an Sonnenstunden bekommen wir auch dann den größten Anteil der UV-Dosis. Und diese ist im Alpenraum – aufgrund der höheren Lagen und Schneebedeckung – zusätzlich größer als im flachen Gelände. Im Umkehrschluss könne als Faktor für die öffentliche Gesundheit in diesen Regionen das Risiko für Hautkrebs steigen.

Nur ausreichend geschützt in die Sonne

Umso wichtiger ist es daher, sich gut vor den UV-Strahlen zu schützen – besonders, wenn man viel draußen unterwegs ist:

  • Entsprechende Kleidung (Kopfbedeckung!) tragen
  • Wenn möglich, im Schatten aufhalten
  • Das gilt besonders, wenn man in der Höhe unterwegs ist (ca. 10 % mehr UV-Strahlen pro 1.000 Höhenmeter) – auch wenn es sich am Berg vielleicht nicht so heiß anfühlt wie im Tal
  • Schnee verstärkt diesen Effekt zusätzlich (im Sommer und Winter!)
  • Die UV-Belastung ist bei wolkenlosem Himmel besonders hoch – dennoch gilt sie auch bei Bewölkung als relevant und darf nicht unterschätzt werden
  • Gesicht, Ohren, Nacken und unbedeckte Stellen mit einem hohen Lichtschutzfaktor eincremen – auch die Lippen brauchen UV-Schutz
  • Auch, wenn man nicht im Freibad ist – regelmäßiges Nachcremen ist ca. alle 2 Stunden nötig (bei Sport/starkem Schwitzen häufiger!)