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Vom Felsen zum Eisen
Im 19. Jh. gehörte Lölling zu den wichtigen Orten der Kärntner Eisenverarbeitung. Bevor aus Eisenerz wertvolles Roheisen entstehen konnte, musste das Gestein vorbereitet werden. Dafür wurde zwischen 1845 und 1848 die Erzquetsche errichtet. Dort wurde das zuvor geröstete Erz zerkleinert, bis es die richtige Größe für die Weiterverarbeitung im Hochofen hatte. Was heute selbstverständlich durch moderne Maschinen geschieht, war damals ein entscheidender Schritt auf dem Weg vom rohen Gestein zum nutzbaren Material.
Rund um das ehemalige Eisenwerk Lölling erfährt man alles übers Erz rösten und quetschen © Stiptschitsch
Mächtige Mauern und alte Öfen
Direkt verbunden war die Erzquetsche mit der benachbarten Erzröstanlage. Dort wurde das Erz erhitzt, bevor es weiterverarbeitet werden konnte. Die Anlage zählt heute zu den letzten großen erhaltenen Beispielen dieser Art in Österreich. Noch immer erinnern die 23 am Hang gelegenen, in gerader Linie angeordneten Schachtröstöfen aus Schiefergneis und die Überreste der alten Quetsche an die industrielle Vergangenheit. Die massiven Steinmauern lassen erahnen, welche Bedeutung der Bergbau einst für das Tal hatte.
Heute ist die Erzquetsche kein lauter Arbeitsplatz mehr, sondern ein Ort zum Entdecken – ein sogenannter „Lost Place“. Bei einem Spaziergang durch Lölling begegnet man den Spuren vergangener Jahrhunderte zwischen Natur, alten Mauern und Geschichten aus der Blütezeit des Eisens. Wer dort stehen bleibt, blickt auf ein Stück Kärntner Geschichte.
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