Natürliche Besonderheit mit mystischem Charakter

Ein Artikel von Marion Pertschy | 11.06.2019 - 14:17

Zwischen Streuobstwiesen und artenreichen Wäldern, steht man bei der Antonigasse in Forchtenstein am Waldrand plötzlich vor den Eisteichen. Ein Schritt weiter und die Schuhe versinken in Wasser und Morast. Wie tief die natürlichen Becken sind, wissen wir nicht, die Wasserlinse versperrt die Sicht auf den Grund. Aber auch vom Wegesrand aus machen die Forchtensteiner Eisteiche einiges her – ein kurzer Abstecher zu den moorartigen Feuchtbiotopen lohnt sich daher auf jeden Fall.

Ein aufgestauter Bach ließ das Wasser in dem Waldstück anschwellen, floss aber nicht wieder ab. Die extremen Bedingungen mit fast dauernder Nässe und Sauerstoffarmut in den Wurzeln begünstigten nicht unbedingt die Vegetation. Die Schwarz-Erle jedoch – die überall anders selten bzw. gefährdet ist – konnte sich dank eines von der Natur ausgeklügelten Belüftungssystems in den Wurzeln, ähnlich jenem, das wir von Mangroven kennen, halten. Gemeinsam mit Schilf und Wasserlinse, die dank eines hohen Nährstoffgehalts nicht nur ein gutes Futter für Tiere darstellt, sondern auch das Wasser sauber hält, präsentiert sie einen Bruchwald in üppigen Grünschattierungen. 

Über unsere Wanderung in Forchtenstein und wie wir die Eisteiche entdeckt haben, lesen Sie in unserer kommenden Juli/August-Ausgabe des REISEN-Magazins.