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Wer sich noch nicht sicher war – ja, regelmäßiges Gehen erhöht die Lebenserwartung! © Smileus/Shutterstock
Es scheint, als müsste es schon lange auf der Hand liegen: Bewegung und körperliche Aktivität verringern die Sterblichkeit und steigern die Lebensqualität. Und dennoch – jeder zusätzliche wissenschaftliche Beweis erhöht die Motivation und bestätigt uns darin, noch ein paar Schritte extra zu machen. Besonders die einfachen Formen der Bewegung im Alltag – eine Station früher aussteigen, die Treppen statt dem Lift nehmen oder sich die Beine in der Mittagspause im Park vertreten – sind die, auf die es ankommt. Denn alltägliche Gewohnheiten werden so verinnerlicht, dass sie uns gar nicht mehr auffallen.
Weder komplizierte Trainingspläne noch extrem hoher Trainingsumfang sind wichtig – schon einfaches Gehen zeigt Auswirkungen © Nicolas St-Germain/Shutterstock
Die im British Medical Journal veröffentlichten Studienerkenntnisse zeigen auf, dass sich durch eine höhere Anzahl verschiedener ausgeübter Sportarten die Sterblichkeit um bis zu 20 Prozent verringert. Besonders beim „Gehen“ wurde das deutlich: Bei Personen, die in ihrem Alltag zu Fuß gingen, konnte eine um 17% geringere Sterblichkeit nachgewiesen werden als bei jenen, die das nicht taten. Durch schnelles Gehen sank zusätzlich das Risiko, mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung konfrontiert zu werden. Regelmäßige Bewegung hatte außerdem den größten positiven Einfluss, wenn es um das Auftreten einer Atemwegserkrankung ging.
Besonders positiv: Es ist nie zu spät, anzufangen! Wer im Erwachsenenalter von einem weniger aktiven zu einem aktiveren Lebensstil wechselt, wird die Auswirkungen besonders wahrnehmen. Die Sterblichkeitsraten gleichen sich mit der Zeit an jene Menschen an, die immer schon aktiv waren. Und – es braucht keine komplizierten Trainingspläne für ein längeres Leben. Das Geheimnis liegt eher darin, sich abwechslungsreich zu bewegen und verschiedene Sportarten auszuüben. Auch der Marathon ist laut der Studie dafür nicht nötig, denn durch höhere Intensität erreicht die Auswirkung auf die Lebensdauer rasch eine Art Plateau.
Der große Vorteil – gehen kann man überall, und braucht sehr wenig Ausrüstung! © Tunatura/Shutterstock
Und ganz nebenbei: wer sich an der frischen Luft bewegt, bekommt auch wortwörtlich den Kopf frei. Das wirkt darüber hinaus auf die psychische Gesundheit und erhöht die Zufriedenheit. Egal, ob die Runde um den Block in der Mittagspause oder die Bergtour am Wochenende, den ersten Schritt zu machen, macht den grundlegenden Unterschied.