Österreich liegt zwar als Binnenland nicht am Meer – dennoch können wir mit unserem Handeln das Wohl der Ozeane beeinflussen. Bewusstsein dafür hilft, diese besonderen Ökosysteme zu erhalten. Mehr lesen ...
Der unverwechselbare Stil Hundertwassers hat es sogar bis auf eine öffentliche Toilette in Neuseeland geschafft © trabantos/Shutterstock
Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) war einer der bekanntesten österreichischen Künstler des 20. Jh. Als wichtiges Mitglied der internationalen Avantgarde hat er in den 1950er-Jahren in Paris seine einzigartige Bildsprache entwickelt. Sein Werk ist geprägt von kräftigen Farben, organischen Formen, Spiralen und der bewussten Abkehr von geraden Linien. Dabei verstand er Kunst nicht nur als etwas, das in Museen hängt, sondern als Teil des täglichen Lebens.
So wurde er besonders für seine Architektur bekannt. Er setzte sich für naturnahes und menschenfreundliches Bauen ein und kritisierte die Gleichförmigkeit moderner Städte. Begrünte Dächer, Bäume in Gebäuden, unregelmäßige Fassaden und individuell gestaltete Fenster sind typische Elemente Hundertwassers Bauwerke. Seine Kunst und Architektur verbinden dabei Fantasie, Ökologie und Individualität. Die Gebäude sollten nicht nur funktional sein, sondern den Menschen Freude bereiten und einen bewussteren Umgang mit der Natur fördern. Bäume werden häufig in Gebäude integriert und spielen eine wichtige Rolle – Hundertwasser hat sich für die Wiederherstellung natürlicher Kreisläufe, den Schutz des Wassers und für eine abfallfreie Gesellschaft eingesetzt.
Bis heute prägen seine ungewöhnlichen Bauwerke zahlreiche Orte in Österreich – etwa die Autobahnraststätte bei Bad Fischau, die Therme Bad Blumau, der Brunnen in Zwettl, die St.-Barbara-Kirche in Bärnbach oder das Kunsthaus und die Müllverbrennungsanlage Spittelau in Wien. Darüber hinaus findet man den markanten Stil des international bekannten Künstlers, der auf seinem Grundstück in Neuseeland unter einem Tulpenbaum begraben wurde, auch an vielen Orten auf der ganzen Welt.