Spontanes Abenteuer vs. lange geplante Erholung?

Ein Artikel von Monika Stroj | 17.01.2026 - 10:39
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Wie im Film – warum nicht einfach spontan entscheiden, wohin es als nächstes geht? © Wirestock Creators/Shutterstock

Wer kennt nicht die eine Filmszene, wo man einfach zum Flughafen fährt, schaut, wohin der nächste Flug abhebt – und einsteigt. Klingt romantisch, kommt aber wohl nicht ganz so häufig vor, wie es auf der „Bucket List“ steht. Auch wenn man sich wünscht, dass in einem derartigen Szenario der Flug ein Schnäppchen ist – da dürfte in der Realität auch großes Glück eine Rolle spielen.

Aufgrund einer psychischen – Stichwort „Vorfreude“ – und wohl auch wirtschaftlichen Komponente versuchen die Menschen eher im Voraus zu buchen. Meist erfolgt Anfang des Jahres nicht nur der Blick in den Kalender, wann es denn besonders günstig liegende Feiertage gibt und sich Urlaubstage effizient einsetzen lassen, auch eine Abstimmung in Unternehmen bzw. mit Kollegen und Familienmitgliedern wird häufig nötig sein. Auch die Anbieter wissen, wann Termine gut liegen bzw. die Buchungslage hoch ist. Dementsprechend entwickeln sich dann die Preise und es lohnt sich – gerade, wenn man nicht flexibel ist und den Termin schon weiß - frühzeitig zu buchen. Gerade bei Pauschalangeboten könnten auch dabei wiederum Rabatte herausschauen.

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Ob langfristig oder spontan gebucht wird, hängt von vielen Faktoren ab © FrankHH/Shutterstock

Flexible Reise- und Urlaubstypen

Das Urlaubs- und Reiseverhalten hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv gewandelt – damit auch die Art und Weise, wie Reisen gebucht werden. Verbrachte man einst viel Zeit in Reisebüros und studierte Kataloge, lässt man sich heute vielleicht schon von KI-Tools vorschlagen, wann man Urlaub nehmen soll, wohin es gehen könnte und wie man dafür den besten Deal bekommt. Es liegt auf der Hand, dass die Möglichkeiten durch das Angebot von online verfügbaren Buchungsplattformen unendlich scheinen. Die Erfahrungen, die viele Menschen während der instabilen Pandemiezeit machen mussten, haben den Wunsch nach rechtlicher Sicherheit verstärkt und kommen den klassischen Anbietern zugute. Zugleich ermöglicht Digitalisierung aber auch, dass man Konditionen direkt mit dem Anbieter bespricht und sich eine Unterkunft schon vor der Buchung im Video-Chat zeigen lässt.

Darüber hinaus braucht es den geeigneten Zeitpunkt. Aus dem einen, großen Jahresurlaub vergangener Tage wurden mehrere kürzere Wochenendtrips, aber auch längere Reisen – flexiblere Arbeitszeitmodelle und geänderte Vorstellungen der sogenannten „Work-Life-Balance“ machen’s möglich. Während man den Jahresurlaub mit der Familie aufgrund der immer wiederkehrenden Schulferien theoretisch auch schon Jahre im Vorhinein planen könnte, lassen sich plötzlich auftretende Termine, wie etwa durch einen Jobwechsel zusätzlich freiwerdende Wochen, nur schwer vorhersagen.