Kubismus in Prag

Ein Artikel von Sebastian Hirzer | 05.12.2018 - 09:25

Prag ist bekannt für seine barocken und gotischen Bauwerke, die die Stadt wie ein roter Faden durchziehen. Weniger bekannt ist allerdings, dass man in der tschechischen Hauptstadt auch weltweit einzigartige Beispiele der kubistischen Architektur finden kann. Und das obwohl der Kubismus der Malerei (begründet im Jahr 1908 von Picasso und Braque in Frankreich) wesentlich näher steht als der Architektur. Als ideale Verkörperung der kubistischen Idee in der Architektur dient der Kristall, dessen Bedeutung bei der Betrachtung kubistischer Bauten aufgrund der kristallinen Formen schnell zu erkennen ist. Außerdem wird besonderer Wert darauf gelegt, die Schräge der Geraden vorzuziehen.

Das am Obstmarkt im Prager Zentrum zu findende Kaffeehaus „Zur schwarzen Mutter Gottes“ aus den Jahren 1911 und 1912 ist die erste Ikone der kubistischen Architektur der Hauptstadt. Die kubistischen Elemente (Balkongeländer, Eingangsportal und Mansardendach) fügen sich exzellent in die barocke Umgebung des Stadtteils ein. Auch das Innere des Gebäudes weist kubistische Elemente auf, weshalb der Besuch des Museums für tschechischen Kubismus und eine Tasse Kaffee im hauseigenen Café sehr empfehlenswert sind.

Info: www.czechtourism.com/de