Marmor für die Akademie

Ein Artikel von REISEN Magazin/Gerald Stiptschitsch | 09.06.2021 - 09:12
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Neben der Verwendung im regionalen Bereich wurde der Marmor auch bei Wiener Prachtbauten verwendet © Gerald Stiptschitsch

Noch vor Christi Geburt war das Gebiet zwischen Muthmannsdorf und Winzendorf Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später, während der Römerzeit, lagen die heutigen Orte dann in der Provinz Pannonia. Es ist aber anzunehmen, dass das Gebiet der Gemeinde Winzendorf-Muthmannsdorf bereits in urgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Aufgrund mehrerer Funde aus der Römerzeit konnte im Raum Wiener Neustadt ein Netz von Straßen und lokalen Verkehrswegen rekonstruiert werden, das auch die Gemeinde Winzendorf-Muthmannsdorf einschloss. Unser Wanderziel ist nicht nur der Größenberg (die höchste Erhebung um Bad Fischau) oder die Eisensteinhöhle, sondern auch der Engelsberg, auf dem einst rege Abbauarbeiten herrschten.
Die Anfahrt erfolgt mit dem Auto zwischen Drei­stetten und Bad Fischau bei der Abzweigung zum Finkenhaus (nicht mehr in Betrieb), wo neben der Straße ein kleiner Platz zur Verfügung steht. Der Bereich liegt am östlichen Ausfläufer der Ebene „Neue Welt“, die von Höflein über Maiersdorf, Gaaden und Muthmannsdorf entlang der Hohen Wand bis Dreistetten reicht. Nur wenigen ist der Begriff „Neue Welt“ bekannt, obwohl sie in vielen Plänen als solche bezeichnet wird. Am Parkplatz sind bereits eine Wegmarkierung (rot) und Hinweisschilder zu sehen, die Richtung Burgstall und Muthmannsdorf führen. Hier folgt man dem Weg am Windschutzgürtel entlang die Wiese hinunter, kreuzt den blauen Weg und gelangt gerade aus weiter in den Wald hinein. Kurze Zeit später folgt eine Forststraße, der man links der roten Markierung folgt und bei der nächsten Weggabelung rechts Richtung Muthmannsdorf abzweigt.
Bei einer großen Waldlichtung, wo mehrere Wege zusammenführen, geradeaus halten, bis die rote Markierung schließlich links zum Größenberg abzweigt. Aufwärts geht es zum Größenberg, passiert das Größenberg-Gipfelkreuz (rechts am Abhang etwas hinter den Bäumen versteckt), ehe der tatsächliche Gipfel etwas weiter oben erreicht 605 m wird. Von hier bietet sich ein wunderschöner Ausblick hinunter in die „Neue Welt“, nach Muthmannsdorf und gegenüber zur Hohen Wand.
Die Gegend ist stark von Wegen durchzogen, die sich auch als schmale Pfade durch den Wald schlängeln. Halten Sie daher immer die richtige Markierung im Auge, teilweise setzt diese auch aus und eine gute Orientierung kann hilfreich sein.

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Lesen Sie zu diesem Thema auch: >> Marmor: Geschichte am Engelsberg